01 / EINHEITEN
mg/dl und mmol/l messen dasselbe – mit anderer Skala.
mg/dl beschreibt die Masse von Glukose in einem Deziliter Blut. mmol/l beschreibt die Stoffmenge in einem Liter. Für Glukose gilt näherungsweise: mg/dl geteilt durch 18,0182 ergibt mmol/l.
02 / DIAGNOSTIK
Die Grenzwerte gelten nur für klar definierte Laborwerte.
Nach der DDG liegen nüchterne Plasmaglukosewerte von 100 bis unter 126 mg/dl (5,55 bis unter 7,0 mmol/l) im Bereich einer abnormal erhöhten Nüchternglukose. Ab 126 mg/dl (7,0 mmol/l) wird ein diagnostischer Entscheidungswert erreicht.
Beim ärztlich standardisierten oGTT liegt der Zwei-Stunden-Bereich von 140 bis unter 200 mg/dl (7,8 bis unter 11,1 mmol/l) im Bereich einer gestörten Glukosetoleranz; ab 200 mg/dl (11,1 mmol/l) wird ein diagnostischer Entscheidungswert erreicht.
Für eine sichere Diagnose fordert die DDG zwei voneinander unabhängige Messwerte. Systeme zur Selbstmessung sind dafür nicht zugelassen.
Diese Bereiche sind keine persönlichen Therapieziele. Wenn bereits Diabetes diagnostiziert wurde, werden Zielwerte individuell mit dem Behandlungsteam festgelegt.
03 / HBA1C
Der Langzeitwert ist ein gewichteter Rückblick.
HbA1c entsteht, wenn Glukose an Hämoglobin bindet. Neuere Wochen beeinflussen den Wert stärker als weiter zurückliegende. Die ADAG-Formel schätzt aus dem HbA1c eine durchschnittliche Glukose (eAG), aber einzelne Nüchtern- oder Spitzenwerte lassen sich daraus nicht ableiten.
04 / SELBSTMESSUNG
Ein Messwert kann durch viele Faktoren schwanken.
Händewaschen, korrekt gelagerte Teststreifen, die richtige Blutmenge und der Zeitpunkt der Messung beeinflussen die Aussagekraft. Werte sollten mit Einheit, Zeitpunkt und Kontext notiert werden. Bei auffälligen Werten, Beschwerden oder Unsicherheit wende dich an eine Ärztin, einen Arzt oder dein Diabetes-Team.
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